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Ausstellung Versehrtsein im Stadt- und Spielzeugmuseum

Gegenwartskunst im Dialog mit historischen Exponaten aus der Sammlung des Stadtmuseums

Im Rahmen des bayernweiten Kunstfestivals „kunst&gesund“ veranstalten die Städtische Galerie Traunstein und das Spielzeug- und Stadtmuseum Traunstein eine kleine Ausstellung über das Thema „Versehrtsein“. Das Besondere daran ist, dass historische Exponate aus dem Museumsbestand, wie zum Beispiel Wachsvotive, medizinische Geräte oder eine Figut des Heiligen Sebastian aus dem 17. Jahrhundert, mit Kunstwerken von Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart zusammen ausgestellt sind.

Sechs Künstlerinnen und zwei Künstler, die das Thema aus heutiger Sicht gestalterisch reflektieren und angehen, sind vertreten: Adidal Abou-Chamat, Gabriele Bierdimpfl, Judith Egger, Monika Müller Leibl, Willee Regensburger, Günther Schuhböck, Brigitte Schwacke und Claudia Weber. Fotografie, Malerei, Objektarrangements, Skulpturen, eine Videoprojektion und eine Installationen sind zu sehen, welche die Themenkomplexe hintergründig und tiefsinnig, aber auch humorvoll ironisch und teilweise skurril umkreisen.

Was die Menschen unter Krankheit und Gesundheit verstehen und welchen Hilfsmitteln und Rezepten sie vertrauen hängt – ebenso wie das Verständnis von Leid, Schmerz und Behinderung – auch davon ab, welche Werte und Normen zentral und entscheidend für die Menschen sind. Gerade die Gegenwartskunst legt oft den Finger in die Wunden gesellschaftlicher Missstände und will Prozesse anstoßen, welche die Menschen als ganzheitliche, intakte und vollwertige Wesen fördern oder aber die Kunst zeigt provokativ auf, wo Schwachstellen und Versehrtheiten liegen. Im Dialog mit historischen Exponaten ergeben sich überraschende Wendungen und Einsichten in unsere und vergangene Wirklichkeiten und in Vorstellungswelten.

Die Ausstellung „Versehrtsein“ läuft vom 20. April bis zum 10. Juni, das Spielzeug- und Stadtmuseum ist geöffnet dienstags bis samstags von 10 bis 15 Uhr, sonntags von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt in Ausstellung und Museum ist frei.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr mit Grußworten von Oberbürgermeister Christian Kegel und Museumsleiter Dr. Jürgen Eminger im Spielzeug- und Stadtmuseum eröffnet. Judith Bader, Leiterin der Städtischen Galerie und verantwortlich für die Konzeption der Ausstellung, gibt eine kurze Einführung.

Ein zur Ausstellung erscheinendes kleines Booklet, das jedem Besucher kostenlos überlassen wird, stellt die Exponate vor und gibt Anregungen zum Ausstellungsrundgang. Geführte Ausstellungsrundgänge, die auch von beteiligten Künstlerinnen begleitet werden, sind zu folgenden Terminen angesetzt: Dienstag, 08. Mai, um 11 Uhr, Samstag, 26. Mai, um 11 Uhr und Sonntag, 10. Juni, um 15 Uhr. Auf Anfrage werden für Gruppen und Schulklassen gesondert Ausstellungsrundgänge angeboten.

Veröffentlicht am 16.04.2018
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