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„Kunst im Park“ am Wochinger Spitz

Unter dem Motto „Kunst im Park“ zeigt die Stadt Traunstein am Wochinger Spitz zeitlich begrenzt unterschiedliche Werke von Konzeptkünstlern und Bildhauern. Aktuell ist zu sehen:

DEPARTMENT FÜR ÖFFENTLICHE ERSCHEINUNGEN
„PUBLIC [DIS]APPEARANCE“

Carola Vogt, Gabriele Obermeier, Silke Witzsch und Peter Boerboom bilden die Künstlergruppe Department für öffentliche Erscheinungen. Die Münchner Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit Phänomenen der gesellschaftlichen urbanen Öffentlichkeit und den verschiedenen Formen heutiger Kommunikation. Zentraler Bestandteil ihrer Aktionen ist dabei die Beteiligung der Bevölkerung, deren Verlautbarungen, Reaktionen und Meinungen in eine gestalterisch-künstlerische Form umgesetzt werden.

„Was ist Ihrer Meinung nach aus dem öffentlichen Raum verschwunden“

war die Frage, die an Spaziergänger und Passanten und an Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger an einem sonnigen Wochenende im Park am Wochinger Spitz gestellt wurde. Deren Antworten sind nun zu lesen auf kleinen Schildertäfelchen, die locker verteilt Auskunft darüber geben, was als Verlust wahrgenommen und gewertet wird oder über welches Verschwinden man erleichtert ist.
Gegenstände, Regeln, Verhaltensweisen, Geräusche und Medien gehen dem öffentlichen Raum verloren. Das ist ein normaler Vorgang, den fortlaufenden Veränderungen der Zeit geschuldet, und weist auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen hin, die ja meist unbemerkt und schleichend vonstatten gehen. Jede entstehende Leerstelle lässt Rückschlüsse auf die Vergangenheit zu: Wozu war es da? Wer hat es benutzt? Es zeigt aber auch die Veränderung in der Gegenwart: Warum ist es heute nicht mehr nötig? Was ist an seine Stelle getreten?

Die Schildertäfelchen bleiben im Park am Wochinger Spitz eine Zeitlang aufgestellt und liefern damit nicht nur ein momentanes Stimmungsbild, sondern regen alle kommenden Passanten dazu an, sich weitergehende Gedanken zu machen. Denn neben der Ermittlung von Abstimmungsergebnissen und Meinungsbildern versuchen die Projekte der Künstlergruppe Kommunikationsprozesse auszulösen und Diskussionen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern anzustoßen.
Die aktuelle „Kunst im Park“ ist Programmpunkt der Chiemgauer Kulturtage 2018 und findet im Rahmen der Offenen Jahresausstellung zum Thema „Kollaps“ statt.

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